Eine Präventionskette soll dafür sorgen, dass Kinder, Jugendliche und Familien gesund und gut aufwachsen. Dafür entwickeln die Fachkräfte gemeinsam Angebote und Aktionen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Soziales – für und mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. In München wird der Aufbau von Präventionsketten bei der Planung von großen Neubaugebieten von Anfang an mitgedacht. So auch bei der Entwicklung vom neuen Stadtteil Neufreimann.
Auf dem ehemaligen Gelände der Bayernkaserne im nördlichen Münchner Stadtteil Schwabing-Freimann sollen bis zum Jahr 2030 15.000 neue Münchner*innen zuziehen. Auf dem 50 ha großen Gelände im städtischen Besitz werden rd. 4.200 größtenteils geförderte Mietwohnungen entstehen, erbaut von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Münchner Wohnen und von Genossenschaften. Weitere 1.125 Wohnungen baut bzw. plant die Sedlmayer Group AG auf dem Gelände östlich des städtischen Baugrunds. Ebenso ist eine Vielfalt von sozialen, Bildungs- und nachbarschaftlich orientierten Einrichtungen vorgesehen.
Weitere Details zur Quartiersentwicklung finden Sie hier neufreimann.de und auf stadt.muenchen.de/infos/neufreimann







Für den Aufbau der Präventionskette bedeuten die städtebaulichen Rahmenbedingungen, dass …
- Kinder und Jugendliche mit ihren Familien während einer mindestens 10-jährigen Baustellen-Phase gerne und sicher im Stadtteil unterwegs sein können
- alle Kinder und ihre Familien in ihrem Lebensumfeld möglichst viele Begegnungsmöglichkeiten erhalten sollen
- Jugendliche in ihrem Quartier und im benachbarten Quartier das Gefühl haben sollen, willkommen zu sein
- und nicht zuletzt Fachkräfte für gutes und gesundes Aufwachsen gut vernetzt sein müssen, um den zuziehenden Familien eine gute Orientierung in der Lebensgestaltung bieten zu können.
Im ersten Projektjahr (September 2024 bis August 2025) ist geplant, …
- den Präventionskettenansatz in bestehenden Gremien (REGSAM-Netzwerk, Runder Tisch des Quartiersmanagements, Bezirksausschuss 12 u.a.) zu vermitteln
- in einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung mit REGSAM im Februar 2025 den Grundstein für lebensphasenspezifische Arbeitsgruppen der Fachkräfte aus Freimann und Neufreimann zu legen
- im Frühjahr 2025 erste zuziehende Bewohner*innen mit einer Willkommensbotschaft für gutes und gesundes Aufwachsen in Neufreimann zu Orientierung zu bieten
- ab Sommer 2025 in enger Abstimmung mit den Kooperations- und Vernetzungspartnern erste „Produkte“ zu entwickeln, mit denen die (früh-)kindliche Entwicklung und die Entwicklungsperspektiven für Jugendliche unterstützt werden können – mit allem, was Neufreimann und die umliegenden Quartiere zu bieten haben.
Die Präventionsketten in München sind ein Kooperationsprojekt des Referates für Bildung und Sport, des Gesundheitsreferates und des Sozialreferates der Landeshauptstadt München. Die Aufbauphase in Neufreimann wird von der Techniker Krankenkasse finanziert. MAGs e. V. ist mit dem Netzwerkmanagement der Präventionskette in Freiham und Neufreimann beauftragt. Der Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung der Ludwig-Maximilians-Universität begleitet die Präventionsketten evaluierend. Die lebensphasenübergreifende Begleitung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in Neufreimann erfolgt in Vernetzungspartnerschaft mit REGSAM.
